"Abgekartete Sache"

Die Verhinderung des Lidl-Verbrauchermarktes in der Nürnberger Strasse ist nichts anders als eine abgekartete Sache unter den verantwortlichen der Stadt. Egal ob peinlich oder nicht es wird keine Meinung neben der unsere Truchsesses geduldet, auch wenn diese logisch begründet ist. Wahrlich kein Ruhmesblatt, wenn man bedenkt dass es lediglich darum geht freie Markwirtschaft ausüben und diese das Grundprinzip unserer Demokratie mit darstellt! Willige Investoren zu verprellen kann nicht der richtige Weg sein, nur um die eigenen politischen Ziele realisieren zu können. Es ist den Stadtoberen scheinbar egal im Einzelhandelsbereich neue Arbeitsplätze zu schaffen. Auch der Gedanke, dass regionale Unternehmen bei einem Neubau zum Zuge kommen, scheint vollkommen egal zu sein. Kurzum: Dekadenz und Arroganz sind das Markenzeichen einer derzeit fehlgesteuerten Stadtpolitik darüber sollte man ernsthaft nachdenken!

Wer nun ein wenig in der Zeit zurückgeht, wird schnell auf des Pudels Kern kommen Seit vielen Jahren dümpelt am Unteren Tor eine millionenschwere Grundstücksfläche dahin! Die städtischen Verluste sind nicht unerheblich, ganz zu schweigen von der öffentlichen Lachnummer, die in der Zwischenzeit Kopfschütteln gewichen ist. Was hat man dem Stadtrat nicht alles für Märchen aufgetischt, bevor man sich vom angedachten Projekt verabschiedete. Die abgeschlossenen Verträge mit dem Investor Krause sind bis heute noch nicht aufgelöst, obwohl per CSU-Antrag dies schon längst hätte vollzogen werden müssen. Warum wohl? Soviel zum Thema Demokratie in Neumarkt. Obrigkeitshörig wieseln die CSU-Vasallen ihrem Herrn und Meister hinterher, auch wenn dieser inhaltlich nicht seine Beste Stunde hat. In vielen Geschichtsbüchern ist dokumentiert, was ein derartiges Fehlverhalten unter dem Strich für verheerende Auswirkungen hat. Für die Stadt Neumarkt heißt dies: Stillstand, Peinigung von Bürgern, Rückentwicklung. Hut ab vor denjenigen Stadträten, welche sich nicht bange machen ließen, sicht nicht dem obligatorischen Diktat unterwarfen und ihre Meinung frei sagten. Von den oppositionellen Fraktionen und Kräften setze ich dies voraus!

Langsam wird ein Schuh daraus, auch wenn einmal mehr versucht wird der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Da werden linientreue Gutachter aufgeboten, von Steuergeldern bezahlt, um Bürger ihren Willen zu nehmen. Leidtragende sind die Familien Graf uns Suttner. Ohne ihnen die letzte Hoffnung nehmen zu wollen: Das Verfahren gegen die Verantwortlichen wird ausgesessen und schließlich abgelehnt werden, der OB hat in solchen Dingen große Erfahrung und vor allem er kann sich auf seine Parteifreunde verlassen. Bevor ein Bürger gegenüber den bayerischen Ämtern "Recht" erhält, geht ein Kamel durch das Nadelöhr. Sicher ein Armutszeugnis, es zeigt aber auch wie gefährlich es ist, wenn satte Mehrheiten machen können was sie wollen!

Für die SPD-Stadtratsfraktion kann ich es kurz auf einen Nenner bringen: Wir würden es sehr begrüßen, wenn der Lidl-Verbrauchermarkt in der Nürnberger Strasse eine Heimat finden würde. Wir würden es als vorteilhaft ansehen, wenn neue Arbeitsplätze durch diese geplante Maßnahme geschaffen würden. Dafür werden wir uns auch zukünftig im Stadtrat einsetzen. Es geht nicht darum persönliche Eitelkeiten zu pflegen, es geht darum für unsere Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Wir hoffen, dass sich derartige Vorkommnisse nicht weiter mehren werden.

Lothar Braun
Hermann-Stehr-Str. 15
SPD-Fraktionsvorsitzender
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