Schwarzer Einheitsbrei in Berngau

Zur Auseinandersetzung über den geplanten Solarpark in Berngau.

Jeder hat das Recht auf eigene Meinung, das sollte unumstritten sein. Missfällt den Bewohnern einer Gemeinde, einer Stadt, ein Beschluss des kommunalen Parlaments, so hat er der Bayerischen Landesgesetze folgend, die Möglichkeit, ein Bürgerbegehren durchzuführen. Daran ist nichts ehrenrühriges festzustellen. Das gilt auch für Berngau und seinen Bürgermeister Graf.

Der Geminderat Berngau hat die Errichtung eines Solarparks abgelehnt. Es stellt sich dennoch die Frage nach dem „warum“. Die Veränderung des Landschaftsbildes allein kann es wohl nicht sein, zu viele andere Negativbeispiele könnte man dagegen in die Diskussion bringen. Die gut einsehbare Solaranlage, abgedeckt machte sie ja keinen Sinn, da sie dann keinen Strom produzieren könnte, könne den Röckersbühlern nicht mehr zugemutet werden, wird als Argument angeführt. Vielleicht ist es aber schlichtweg nur deshalb nicht mehr zumutbar, weil eventuell die „falschen Grundstückseigentümer von dem Solarpark betroffen“ wären.

Die Ablehnung eines Solarparks bei Röckersbühl hat die Befürworter zur Sammlung von Unterschriften für den Solarpark, mit dem Ziel eines Bürgerbegehrens, veranlasst. Bedauerlicherweise stört dies das Gemeindeoberhaupt. Dem CSU(!) Bürgermeister stößt es mit einemmal sauer auf, dass es auch in Berngau neben den „Schwarzen“ seit geraumer Zeit auch „Rote“ gibt. Er bedauert, dass nun auch in Berngau die Parteipolitik Einzug hält. Welch ein Schwachsinn! Bürgermeister Graf tut so, als wären seine CSU und seine Politik keine Partei und praktizierten sie nicht schon Jahrelang Parteipolitik! Was soll eigentlich der schwarze Einheitsbrei in Berngau? Von praktizierter Demokratie, die ja bekanntlich vom Wettstreit der Ideen lebt, kann dabei wohl nicht mehr die Rede sein. Selbst wenn Graf „Neumarkter Zustände“, was immer er damit meint, befürchtet, berechtigt es nicht zu solchen Ausfällen, sondern fördert nur mehr die Politikverdrossenheit.

Jedenfalls bin ich stolz darauf, dass es endlich auch in Berngau ein zartes Pflänzchen Demokratie Namens SPD-Ortsverein Berngau gibt. Ob es dem „Grafen von Berngau“ passt oder auch nicht, mich freut der Mut und der Elan mit dem die der jungen Leute um Christian Riel nun auch in Berngau der Demokratie zu ihrem Recht zu verhelfen.

Karl-Heinz Brandenburger
Richard-Fuchs-Straße 8
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