Leserbrief zum Thema Arbeitslosigkeit im Raum Neumarkt:

Die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Arbeitsamtes für Neumarkt müssen zum Denken Anlass geben. Die dramatisch gestiegenen Arbeitslosenzahlen insbesondere bei gewerblichen Arbeitnehmern zeigen klar, dass die investive Politik der Stadt mehr denn je gefragt ist. Denn damit werden viele Bedingungen für die mittelständische Industrie, die ansässigen Handwerker sowie auch deren Arbeitnehmer verbessert.

Mir scheint, dass die Listenverbindung aus SPD, UPW, Grünen und Flitz für kurzfristige Wahlkampfpolemik wichtige Probleme übersieht um eigene Machtpositionen zu erreichen. Was hilft dem Neumarkter Bürger die Diskussion über juristische Details im Erbpachtvertrag am „Untern Tor“, wenn er vor Ort keinen Arbeitsplatz findet. Was hilft dem mittelständischen Handwerker die Standortdiskussion des Erlebnisbades, wenn er kurz vor der Pleite steht. Dabei ist es in Zeiten der Rezession besonders wichtig, mit städtischen Investitionen die Wirtschaft anzukurbeln.

Das ewige Zerreden bringt unsere Region nicht weiter. Irgendwann haben uns unsere Nachbargemeinden überflügelt. Eine moderne aktive und innovative Stadt braucht gesicherte Arbeitsplätze. Deren Bedingung sind gute Verkehrswege, gute Freizeitmöglichkeiten und eine gesicherte Trinkwasserversorgung. Diese Investitionen sind für die Zukunft, und mit Sicherheit auch gut, angelegt. Unser regional dominierendes Bauhandwerk und deren Arbeitnehmer könnten mit der Realisierung dieser Projekte die momentanen Krise besser überbrücken.

Daher sei die Frage erlaubt, ob nicht auch die allgemein Schule machende Verhinderungspolitik, Mitverantwortung an der gestiegenen Arbeitslosigkeit in Neumarkt trägt.

Alexander Ströber

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