Neinsager der CSU-Fraktion

Offener Brief zu Ihrem Leserbrief

Sehr geehrter Herr Sperber,

ich bin erschüttert, daß Sie so wenig informiert sind über diejenigen, die man als die Neinsager des Neumarkter Stadtrates bezeichnen könnte.

Sie sind der Sohn des CSU Stadtrates Dr.Heinz Sperber und sollten schon aus diesem Grunde besser informiert sein. Leider haben Sie bei Ihrem Leserbrief übersehen, daß über 30 Anträge der Stadträte der Grünen und von FlitZ gerade von der CSU mit Nein bedacht wurden. Die Kreativität, die unsere Stadträte zweifellos besitzen, wird ständig madig gemacht von den Neinsagern der CSU Fraktion. Nur um die zweifelhafte Ehre der " Meinungsführerschaft " zu besitzen, bügelt die CSUFraktion jeden Antrag , und sei er nach Auffassung aller (von den CSUStadträten stets nur hinter vorgehaltener Hand zugegeben) guter Qualität, mit geradezu menschenverachtenden Kommentaren herunter.

Daran ändert auch nichts, daß mit einer Schamfrist von 1-3 Jahren, dann meist der gleiche Antrag, natürlich verwässert, wieder eingebracht wird und damit häufig ins Gegenteil verkehrt wird. Sie haben bei Ihrem Kommentar verschwiegen, daß im 1.Bürgerentscheid dieser Stadt, die Pläne des OB und der CSU Fraktion abgelehnt wurden und diese Fraktion den Willen der Bürger nicht akzeptiert hat. Ich darf in diesem Zusammenhang auf den Wahlbetrug des OB hinweisen, der öffentlich im Jan 2002 gesagt hat, " Zitat: Mit mir gibt es kein Einkaufszentrum am Unteren Tor."

Die Pläne die jetzt durch den Bürgerentscheid zur Abstimmung vorliegen, sind genau das, was der OB damals versichert hat.

Deshalb sollten Sie Fairneß an den Tag legen und sich ein Beispiel an der Handlungsweise Ihres Vaters nehmen, der öffentlich im Stadtrat erklärt hat: " Zitat: Herr Glossner die Stadt Neumarkt ist Ihnen zu Dank verpflichtet, sie haben in Sachen Pfleiderer vieles für die Stadt erreicht."

Jeder Bürger dieser Stadt, der sich aktiv am Gemeinwesen beteiligt, sei es als ehrenamtlicher Stadtrat, oder sonstige ehrenamtliche Tätigkeiten jeglicher Art in Bürgerinitiativen, Vereinen, Feuerwehr, THW, Pflegediensten oder ähnlichem, hat das Recht respektvoll behandelt zu werden. Denn jeder Beitrag, der eigenem Denken entspringt, und sei er auch nicht der persönlichen Meinung eines anderen , ist das Ergebnis seiner bürgerlichen Grundrechte. Alleinherrscherschaft, wie sie vom OB praktiziert wird, ist Gift für die Mitarbeit jedes einzelnen, die Stadt braucht aber jeden, auf seine Weise.

Fördern wir gemeinsam die Mitarbeit aller Bürger, dann bringen wir diese Stadt am besten voran. Gehen wir alle am 30.11.03 zur Wahl, und denken wir vorher, jeder für sich, intensiv nach, dann sollte ein gutes Ergebnis gefunden werden.

Politik ist das Leben von der Geburt bis zum Tod, Ausklinken hilft nur den Herrschsüchtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Georg Glossner


(Den Leserbrief von Werner Sperber finden Sie hier. Anm.d.Red.)
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