"Vorhandenes Wasser hier nutzen"

Leserbrief:
Die Neumarkter SPD hat in ihrer letzten Pressemitteilung durchaus gute Ideen wieder aufgegriffen. Bei der Unterstützung des Hallerbrunnen-Anschlusses an Neumarkt verläßt sie sich aber ungeprüft auf die Vorgaben von OB und Stadtwerken. Hier soll nicht die beste Lösung verwirklicht werden, sondern eine politische Lösung, welche bekanntermaßen zugleich die teuerste ist. Durch den Anschluß des Hallerbrunnens, dessen Wasser mit Schadstoffen stark belastet ist und einer dauernden Wasserreinigung bedarf, schafft sich Neumarkt kein zweites Standbein, welches bei einem Ausfall der Miß die Versorgung übernehmen könnte, sondern eine Krücke. Bei rund 2,5 Mio. kbm Verbrauch, soll der Hallerbrunnen maximal 1 Mio. kbm, und dies nur in wasserreichen Zeiten, liefern. Was hilft diese Wassermenge, wenn die Mißbrunnen tatsächlich ausfallen sollten. Das macht nur Sinn, wenn man dann die Wasserüberleitung nach Neumarkt verdoppelt. Die Miß hat sich trotz gleichbleibenden Verbrauchs deutlich erholt und der Grundwasserspiegel hat wieder einen Normalstand. Eine erwünschte Sicherung der Wasserversorgung könnte durch Wasserbrunnen an der Habersmühle/Ottosau kostengünstig gewährleistet werden und wäre ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Sicherung der Zukunft. Dies ist jedoch politisch nicht gewollt, da hier bis Pilsach Gewerbegebiete ausgewiesen werden sollen. Doch wieviel Gewerbebetriebe von Bedeutung haben sich die letzten 10 Jahre in Neumarkt neu angesiedelt ? Statt das Wasser aus 20 km Entfernung über die Wasserscheide zu pumpen und die dortige wirtschaftliche Entwicklung einzuschränken, wäre es deutlich sinnvoller und billiger, das vorhandene Naß hier zu nutzen.

Dieter Ries
Dietrichstr. 10
92318 Neumarkt i.d.OPf.
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