"Stimmungsmache statt Fakten"

Stellungnahme zu Ihrem Artikel "Kontroverse Diskussionen"vom 30.10.04 und zum Leserbrief von Frau Simon vom 7.11.04

Am Anfang Grunsätzliches:
Der Bügerinitiative geht es nicht darum, die Mobilfunktechnologie zu verhindern, sondern darum, einen sanften Ausbau sicherzustellen, welcher Chancen und Risiken aufzeigt sowie den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung gerecht wird.

In Pölling muss der offenbar sehr starke Sender nicht mitten im Wohngebiet und in unmittel- barer Nähe zu Kindergarten und Schule stehen.

Bedenklich ist also die Vorgehensweise der Betreiber bei der Standortauswahl. Von den Anwohnern wird sowieso keiner gefragt, man stelle sich vor, die Betreiber müssten fragen!

Nach der Veranstaltung sollte auch kritischen Zuhörern des Abends aufgefallen sein, wie kontrovers das Thema Mobilfunk ist. Die meisten Fakten an diesen Abend sind der breiten Bevölkerung jedenfalls nicht bekannt. Warum wohl?

Auch wenn wir die Meinung des Referenten teilen, dass diese Technologie krank macht, sollte allen klar sein: Beim weiteren Ausbau muss vorrangig die Gesundheitsvorsorge im Mittelpunkt stehen und nicht die finanziellen Interessen Einzelner und der Konzerne.

Deshalb ist es auch bedenklich, wenn der Leiter des Gesundheitsamtes und Stadtrat Dr. Sperber sich einreiht in den Reihen derer, die verharmlosen und kritische Stimmen nicht ernst nehmen. Ist das die Aufgabe einer staatlichen Behörde?

Die eingeladenen Betreiber wollten sich nicht zu gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks äußern und kamen nicht zur Diskussion, die eingeschleusten "Fachleute" im Publikum haben nicht durch ihre Argumente überzeugt, sondern hatten als Hauptziel den Referenten im Visier.

Stimmungsmache statt Fakten. Dient das der Sache?

Jüngst haben in Bamberg mehr als 120 Ärzte im Bamberger Appell sich sehr kritisch mit Mobilfunk auseinandergesetzt. Diese Ärzte nehmen den Begriff Vorsorge ernst.

Herr Dr. Sperber könnte sich z. B. für eine Wiederholung der Untersuchung von Naila (Erhöhung der Krebsrate im Umkreis einer Sendeanlage) in Pölling und in anderen Orten einsetzen!


Die Wissenschaft läuft den Auswirkungen Technik hinterher, die Industrie schafft mit Hilfe der Politik Tatsachen, die Zeche zahlen die Bürger, wenn nicht schon jetzt, spätestens in ein paar Jahren.

Die Lösung ist so einfach: Die Anlage muss raus aus Pölling, damit wird die Belastung geringer.

Ein besorgter Vater
Martin Barth
und die weiteren Sprecher der Bürgerinitiative GLÜCKstraße - BiG
Silvia Seidler, Richard Graf
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